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Was ist Aikido?
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Aikido ist ein ganzheitliches System der Selbstverteidigung, das Anfang des 20.
Jahrhunderts in Japan von O’Sensei Morihei Ueshiba aus der Tradition verschiedener
Kriegskünste der Samurai entwickelt wurde. Es handelt sich dabei um eine sogenannte
„innere“ Selbstverteidigung, die nicht darauf abzielt, dem Angreifer Schaden zuzufügen,
sondern dessen Angriff durch eine angepasste Reaktion zu neutralisieren. Um dieses
spontane, situations-angepasste Handeln zu erlernen, werden im Training Fallschule
und grundlegende Bewegungsformen unterrichtet, die eine Basis für die Entwicklung
hin zu einer schnellen und effektiven Ausführung der Techniken bildet.
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Dabei spielt der Umgang mit dem Stab (Jo) und dem Holzschwert (Ken, Bokken) eine
wichtige Rolle. Viele der waffenlosen Aikidotechniken haben ihren Ursprung im Schwertkampf,
und besonders das Training mit Waffen vermittelt ein Gefühl für Stabilität
und Gleichgewicht, das nicht nur im Aikido von großer Bedeutung ist.
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Die Entwicklung des Aikido
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| O’Sensei Morihei Ueshiba (14.12.1883-26.4.1969) |
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Begründer des Aikido. Als junger Mann lernte Ueshiba verschiedene Schwertkünste
und Jyu Jitsu Formen. Sein wichtigster Lehrer wurde Sokaku Takeda, der das Daito
Ryu Aiki-Jutsu lehrte. Aus diesen Künsten, die er sehr schnell lernte, entwickelte
er in späteren Jahren eine eigene neue Kampfkunst, die 1942 schließlich
den Namen Aikido bekam. O’Sensei zog sich in dieser Zeit in das Dorf Iwama zurück,
wo er ein Dojo und den Aiki-Schrein errichtete. Dort konnte er während des
zweiten Weltkrieges ungestört seine Kampfkunst ausüben und Landwirtschaft
betreiben. Bis zu seinem Tod lehrte er Aikido sowohl in Iwama wie auch in Tokyo,
wo das Aikido-Hauptdojo (Honbu-Dojo) entstand.
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| Morihiro Saito Sensei (31.3.1928-13.5.2002) |
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Saito Sensei wurde in Iwama geboren und begann, nachdem er verschiedene andere Kampfkünste
trainiert hatte, im Jahr 1946 Aikido bei O’Sensei zu trainieren. Durch seine Schichtarbeit
bei der Eisenbahn war es ihm möglich, häufig ganze Tage bei O’Sensei zu
verbringen und neben dem Aikidotraining auch in der Landwirtschaft zu helfen. So
wurde Saito Sensei während 23 Jahren auch ein enger Vertrauter O’Senseis. Nach
O’Senseis Tod wurde ihm das Iwama Dojo und die Aufsicht über den Aiki-Schrein
übertragen. Saito Sensei war einer der geachtetsten Aikido-Lehrer, der sich
besonders durch seine klare, strukturierte Art zu unterrichten verdient gemacht
hat. Außerdem war Saito Sensei ganz besonders für das Unterrichten von
Stock- und Schwerttechniken qualifiziert, da O’Sensei diese nur in Iwama unterrichtet
hat. Nach dem Tod von Saito Sensei hat sein Sohn Hitohiro Saito dessen Nachfolge
in Iwama angetreten.
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| Hitohiro Saito Sensei |
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Nachdem Hitohiro Saito schon seit frühester Jugend
bei seinem Vater trainierte, hat er nun dessen Nachfolge angetreten. Er ist Gründer
des Verbandes "Iwama Shinshin Aiki Shurenkai". Wie sein Vater führt
Hitohiro Saito Sensei in Iwama ein Dojo, in dem "Uchi Deshi" (Hausschüler)
aufgenommen werden und bereist die ganze Welt, um in Seminaren sein Wissen weiterzugeben.
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